Zum Gedenken

Alexander Baumgartner/Alex
1940-2025

Uns hat die traurige Nachricht vom Ableben von Alexander Baumgartner/Alex erreicht. Alex wurde am 4.12.1940 in Bern geboren. Er verbrachte seine ersten Lebensjahre am alten Aargauerstalden in Bern. Danach erfolgte der Umzug nach Thun, da sein Vater bei der Selve eine Stelle antreten konnte. Alex verbrachte seine Jugendzeit in Thun und besuchte dort auch die Schule. Er war Mitglied bei den Kadetten und den Pfadfindern. Weiter war er Aktivmitglied bei der SAC Sektion Blümlisalp, Thun.

1959 absolvierte er die Roverwache und wurde Mitglied des Rover-Thing Kyburg. Er machte eine Banklehre bei der Spar- und Leihkasse Thun und startete anschliessend eine Bankkarriere beim Schweizerischen Bankverein und der Schweizerischen Bankgesellschaft (heute UBS). Zuerst arbeitete er an der Börse in Zürich, später in Montreal. Er kehrte erst zurück nach Zürich und später nach Bern. Dort war er als Vizedirektor zuständig für das Personalwesen und später für das Hypothekargeschäft. Es war wohl dieser berufliche Hintergrund, der ihn prädestinierte, in den 1980er Jahren im Finanzkommittee des Verbandes Pfadfinder Kyburg Thun beim Crowd-Funding zur Finanzierung des Baus des Pfadiheim Enzenbühl massgeblich mitzuwirken. Die Genossenschaft Pfadfinderheime Kyburg Thun wird ihn für dieses Engagement für immer in ehrendem Gedenken behalten.

Später zog Alex nach Bern an die Jupiterstrasse. Im September 1975 heiratete er Anna Fankhauser und hatte mit ihr zwei Kinder. Im Jahr 1976 wurde Christian und im Jahr 1978 Adrian geboren. Ab 1978 war die Familie in Stettlen wohnhaft. Mit 58 Jahren ging Alex in die Frühpensionierung und pflegte in den letzten Jahren seine an Parkinson erkrankte Ehefrau. Er verstarb am 6. Oktober 2025.

Thun, im Oktober 2025
Aufgezeichnet nach den Angaben seines Sohnes Christian und ergänzt von Andreas Luginbühl/Quick.


Manfred Bühler/Waffle
1943-2025

„Mach was d’chasch, mit däm wo d’hesch, dert wo d’bisch“

Mit dieser Weisheit – sie stammt von Arthur Hänsenberger/Türu – und es war auch das Motto von ihm – war die Traueranzeige für Waffle, der am 6. Juni 2025 verstorben ist, überschrieben. Eine grosse Trauergemeinde, darunter viele Mitglieder des APV, haben drei Wochen später von ihm Abschied genommen.

In meinem Pfadiausweis bestätigt mir Waffle, dass ich am Pfila 1958 an der Rotachen teilgenommen habe. Seit damals hat er mich sowohl pfaderisch, als auch in den letzten Jahren privat als lieber Freund begleitet.

Fredy, wie er von seiner Familie genannt wurde, kam 1943 zur Welt und bereits als 8-jähriger startete er seine Pfadikarriere bei den Wölfen. Die Pfadi begeisterte ihn von Anfang an – eine Leidenschaft, die ihn bis zuletzt erfüllte. Unzählige Lager, Kurse und Uebungen prägten sein Pfadileben. Fast alle Funktionen, die man bei den Pfadi haben kann, hat Waffle einmal ausgeübt. Höhepunkte sicher der Bezirksfeldmeister des Oberlandes und nicht weniger als 7 Jahre auch Kantonalfeldmeister. Ein letzter Höhepunkt der Aktivzeit war das Bundeslager an der Lenk 1980, bevor er dem APV beitrat.

Beruflich startete Waffle als Maschinenzeichner bei Studer Steffisburg, bevor es ihn einige Zeit in die USA zog. Zurückgekehrt holte er die Matura nach und schloss an der Uni Bern die Ausbildung am Sekundarlehramt ab. Anschliessend war er während 25 Jahren an der Sekundarschule Buchholz in Thun tätig. Waffle übte seinen Beruf als Lehrer mit grossem Engagement aus. Seine Kinder und Jugendlichen standen bei ihm immer an erster Stelle. Später war er auch als Schulleiter sehr beliebt. Von einem Tag auf den anderen und fast 10 Jahre vor seiner Pensionierung wurde er durch einen Hirnschlag abrupt aus dem Berufsleben gerissen.

Im Jahr 1971 heiratete Waffle seine Elisabeth. Sie bekamen drei Kinder, später kamen zwei Grosskinder dazu. Die Familie hatte für ihn immer einen besonders hohen Stellenwert. Die Pfadi hielt auch da Einzug und prägte die gemeinsamen Unternehmungen.

Leider führten mehrere Rückenoperationen dazu, dass Waffle 2023 nach langem Spital- und Rehaaufenthalt nicht mehr an die Tannenhofstrasse zurückkehren konnte. Er war von da an auf Rollstuhl und Hilfe im Solina in Steffisburg angewiesen. Auch in diese nicht einfache Situation schickte er sich, klagte nie und freute sich über Besuche von Familie und Freunden. Er war meist optimistisch und positiv gestimmt, akzeptierte sein schweres Schicksal ohne zu hadern. Dafür hat er nicht nur von seiner Familie, sondern auch von seinem Freundeskreis grosse Bewunderung verdient.

Ein liebenswürdiger, feiner Freund und eine für die Pfadibewegung prägende und wichtige Persönlichkeit hat uns verlassen: Ehre seinem Andenken.

Thun, im Juli 2025
Hansueli von Allmen/Rüebe